Übergabe und Nachfolgeregelung

Die Bestandssicherung, aber auch der künftige Erfolg des Unternehmens hängen zum einen von der passenden Notfallplanung und zum anderen von der Übergabestrategie und einer Optimierung rechtlicher, steuerlicher und betriebswirtschaftlicher Gesichtspunkte andererseits ab.


1. Entwicklung der Übergabestrategie
Der übergebende Unternehmer möchte sein "Lebenswerk" weitergeführt wissen und sich gleichzeitg nicht um seine Alterssicherung sorgen müssen. Der Nachfolger wünscht sich einen reibungslosen und vor allem rechtzeitigen Einstieg ins Unternehmen. Das heißt, die Unternehmensübergabe sollte sukzessive im Verlauf von ein bis zwei Jahren erfolgen. Damit kann er die Risiken für die Existenz des Unternehmens gering halten.

Die Variationen der Übergabegestaltung sollten in Zusammenarbeit mit Dr. Sabine Muschiol Consulting auf die generelle Machbarkeit und die Deckung mit den Interessen aller Beteiligten abgestimmt werden.

Die wichtigsten Fragenstellungen bei der strategischen Planung:
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Wann soll der Übergang erfolgen?
- Wann soll der Nachfolger eingeführt werden?
- Wer soll der Nachfolger sein?
- Wie finde ich einen geeingneten Nachfolger?
- Welcher Preis soll für das Unternehmen erzielt werden?
- Welche Maßnahmen müssen noch vor Einleitung der Übergabe abgeschlossen werden?


2. Analyse und Bewertung des Unternehmens
Die richtige Bewertung des Unternehmens ist sowohl für den Übergebenden als auch für den Nachfolger von existenzieller Bedeutung. Der Verkäufer erfährt, was sein Betrieb wirklich wert ist, der Nachfolger lernt die Stärken und Schwächen des Unternehmens kennen. Die Bewertung gibt Auskunft, ob ein ins Auge gefasster Kaufpreis und die daraus folgende finanzielle Belastung überhaupt aus den zu erwartenden Erträgen des Unternehmens erwirtschaftet werden kann. Hier ist die gemeinsame Erarbeitung eines Businessplans sowie der Finanzplanung von großer Bedeutung.

Die Analyse und Bewertung des Unternehmens umfasst folglich:
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Analyse des Unternehmens in allen Bereichen
- Bewertung des Unternehmens unter Hinzuziehung aktueller Bewertungsverfahren (Ertragswertverfahren, Substanzwertverfahren, Stuttgarter Verfahren usw.)
- Erstellung eines Businessplanes inkl. Finanzplanung
- Erstellung eines bankunabhängigen Ratings


3. Prüfung und Berücksichtigung steuerlicher und rechtlicher Auswirkungen
Eine Vielzahl von rechtlichen Bestimmungen regelt die Übertragung eines Unternehmens oder von Gesellschaftsanteilen. Um finanziellen Schaden zu vermeiden, muss daher die steuerrechtliche Seite ebenso wie die handels- und zivilrechtliche Seite analysiert und entsprechende maßnahmen getroffen werden. So kann z.B. eine lückenhafte rechtliche Gestaltung sowohl für den Übergebenden als auch den Übernehmenden zu nicht erwarteten Haftungsrisiken führen, die nicht nur die Existenz des Unternehmens gefährden können.


4. Übergabevorbereitung und -durchführung
Der Übergang stellt auch für Mitarbeiter, Führungskräfte, Lieferanten und Kunden eine große Belastung dar, die Kontinuität muss sichergestellt werden. Zur Finanzierung des Unternehmensüberganges stehen für den Übernehmenden, der gleichzeitig Gründer ist, entsprechende Fördermöglichkeiten zur Verfügung.

Unternehmensübergaben sind schwierig. Denn der Nachfolger ist für die Belegschaft unbekannt. Zugleich sieht sich dieser gefestigten Strukturen und einer gewachsenen Unternehmenskultur gegenüber, mit der er umgehen können muss. Der Übergebende muss bereit sein, loszulassen.

Bei der Einführung des Nachfolgers sind folgende Maßnahmen umzusetzen:
- Erstellung eines Zeitplans
- Vertrautmachen der Mitarbeiter mit der neuen Situation und dem neuen Chef
- Nachfolger mit den Gegebenheiten im Unternehmen vertraut machen
- behutsame Einführung von ggf. erforderlichen Neuerungen
- oberste Führungsebene in die Strategieentwicklung einbinden, gemeinsam Visionen entwickeln